Gardasee 2016: Limousine? Nee, Tremosine heißt das Ziel!

Obwohl es uns am Molvenosee prima gefallen hatte, haben wir uns für 2016 für eine andere Ecke in der Region um den Gardasee entschieden: Das Hotel La Pertica in Tremosine (oberhalb von Limone).

20 Fahrzeuge mit 30 Teilnehmern waren dieses Mal vom 26. bis 29. Mai dabei. Und auch dieses Jahr gab es einige besondere Erlebnisse, die hängen bleiben werden...

Tag 1: Die Anreise

Donnerstag morgen, es ist Feiertag: und trotzdem bin ich gerne früh aufgestanden!

Die Tankstelle bei Unterpinswang war Treffpunkt. Um nicht evtl. in einen Stau im Grenztunnel zu geraten wie vor 2 Jahren, bin ich schon vorher von der A7 runter und über Füssen zum Treffpunkt gefahren. Dank einer Baustelle geriet ich in einen kleinen Stau und musste ca. 10 Minuten Zeitverlust hinnehmen. Zu dem Zeitpunkt hat mich das ein bisschen genervt, aber da wusste ich ja noch nicht, was noch auf uns zukommt...

Gut gelaunt und bei bestem Wetter machten wir uns kurz darauf auf den Weg in Richtung Süden. Über den Fernpass und Imst fuhren wir nach Landeck, wo unser ortskundiger Robby die Führung übernahm, damit in der Hektik keiner auf die mautpflichtige Autobahn fährt. Soweit kamen wir zunächst gar nicht, denn ein Unfall und der anschließende Stau bremsten uns aus. Nach ca. einer halben Stunde ging es weiter zum Reschensee, wo wir Mittagspause machten. Die Anfahrt war etwas länger als der letzte Satz vermuten lässt... Den Reschenpass über stehen war das Motto - denn Stop & Go war die meiste Zeit angesagt.

Dank dem ganzen Stop & Go weiß Manu jetzt, was ein Kupplungsnehmerzylinder ist. Dennoch erreichte auch sie irgendwann die Pizzeria, in der wir rasteten. Die Pizzeria war hinsichtlich Service und Essen ein einmaliges Erlebnis; auf der Rückfahrt haben wir den Besuch eines benachbarten Restaurants vorgezogen :-)

Da das Stilfser Joch leider noch geschlossen war, fuhren wir nach der Mittagspause auf direktem Wege in Richtung Meran, wo wir auf der Vinschgauer Staatsstraße uns die Gegend in aller Ausführlichkeit betrachten konnten; wir standen mal wieder im Stau! Dieser ermöglichte kleinere Ausflüge und sogar einen Einkaufsbummel, bei dem mindestens ein Eis zu wenig gekauft wurde! ;-)

Irgendwann ging es aber doch weiter und wir konnten dieses Mal sogar Meran links liegen lassen, was mir sehr gefallen hat. Meran zu sehen ist stressfreier als darin zu stehen. Am Gardasee entlang fahrend verlor ich als Schlussfahrzeug irgendwo zwischen Riva und Limone dank eines langsamen Fremdfahrzeugs den Anschluss; was für mich aber kein Problem war, da ich Navi hatte und die Strecke das Jahr zuvor bereits einmal gefahren war. Erstaunlicherweise war ich bei weitem nicht der letzte am Hotel...

Das verspätete Abendessen und ein gemütlicher Abend haben den Tag dann am Ende gerettet - das Essen war lecker, und das gemütliche Beisammensein haben alle wieder entspannt.

 

 

Tag 2: Viele Wege führen zum Idrosee - aber nicht alle!

Tag begann wie Tag 1: nach kurzer Fahrt standen wir wieder. Dieses Mal war aber kein Stau schuld, sondern Jens' berüchtigtes Navi, das uns in eine kleine Ortschaft führte statt darum herum. Wenigstens war da etwas Leben...

Nachdem wir wieder auf den richtigen Weg zurück gefunden hatten, ging es oberhalb von Campione über sehr spaßige Sträßchen Richtung Gargnano. Eine klasse Strecke!

In Gargagno plante das Navi des Führungsfahrzeugs leider etwas zu weit in die Zukunft voraus und führte einige Teilnehmer direkt auf einen Friedhof. Einige bekamen das nicht mit und fuhren aus Versehen in die richtige Richtung. Leider verpassten wir die richtige Abzweigung und fuhren so weiter am Gardasee entlang. Da auch mein Navi mit den Tourdaten von Jens nicht klar kam, wusste keiner so richtig, wohin wir eigentlich hätten fahren sollen. Da Jens schon zu lange wieder auf dem richtigen Pfad wandelte, machten wir uns auf direktem Wege zum Idro-See, wo wir uns zur Mittagspause wieder trafen. 

Das Restaurant mit einem wunderbaren Garten lag direkt am Idro-See und das Essen schmeckte sehr gut. Leider hatte die Abrechnung nicht so gut funktioniert, so daß unser Tourguide das komplette Geld vorstrecken musste und erst am Abend abgerechnet werden konnte.

Da wir schon recht spät dran waren, musste eine Schleife durch die Gegend zwischen Idro- und Iseo-See leider entfallen; dafür schafften wir es dann auch, einigermaßen zusammen zu bleiben. Nach einer Runde um den Idro-See herum machten wir dann Pause in einem anderen Lokal direkt am Ufer des Ledro-Sees und genossen ein tolles Eis und Kaffee dazu.

Nach diesem letzten Zwischenstopp ging es wieder zurück zum Hotel. Für den Abend hatte Michael in einer Pizzeria reserviert, die Parkplatztechnisch leider etwas ungünstig lag. Das machte aber nix, da die meisten im Hotel bleiben wollten. Nach einer etwas zu lange geratenen Phase der Vorfreude durften wir unser Bier genießen und kurz darauf auch sagenhaft gute Pizzen! Und so fand auch dieser Tag ein gutes Ende.

Tag 3: Maniva-Pass - Nix für schwache Nerven

An diesem Samstag teilte sich die Reisegruppe auf: 12 Fahrzeuge machten sich auf zu einer Tour, der Rest wollte sich einen ruhigen Tag gönnen.

Das Highlight dieses Tages war der Maniva-Pass. Bis Bagolino war es eine schöne Strecke mit vielen Kurven. Danach waren es viele Kurven und landschaftlich interessant, nur die Straße wurde immer schlechter. Während unser Tourchef vorne den Berg hoch"ballerte" (dem Hörensagen nach, ich war Schlussfahrzeug), kehrten weiter hinten sogar einige um, zumindest kurzzeitig.

Da die letzten beiden Fahrzeuge zwar den Funkkontakt zu Jens verloren hatten, ihn aber auch nicht entgegenkommen sahen, fuhren wir immer weiter, bis wir uns alle miteinander an einem "Durchfahrt verboten"-Schild wieder trafen. Dieses ignorierten wir und fuhren weiter, bis wir oben am Restaurant Dosso Alto ankamen.

Dort konnten wir auf dem riesigen Parkplatz alle Autos nebeneinander aufstellen und ein gutes Essen genießen. Danach fuhren wir auf einer noch abenteuerlicheren Straße weiter bis zu einer ehemaligen NATO-Radarstation. Bis ganz zur Station kamen wir leider nicht, da wir an einer Abzweigung vor verschlossenen Toren standen. Einigen reichte die Fahrt bis dort aber ohnehin, da teilweise wegen Schnee und Geröll maximal eine Fahrzeugbreite auf der Fahrbahn frei war.

Nach einer Show-Einlage von Mögsi fuhren wir den gleichen Weg wieder zurück in die Zivilisation. Runterwärts war lt. Aussage einiger FahrerInnen der Maniva-Pass komischerweise besser zu fahren - vielleicht lag es an der Vorfreude auf "richtige" Straßen?

So ging die Tour weiter, jetzt wieder Richtung Gardasee. Als Schlussfahrzeug aus einem Tunnel kommend, sah ich die MX5 vor mir plötzlich bremsen, allgemeines Durcheinander, ein paar fuhren kreuz und quer über die Straße. Da mir Jens im Führungsfahrzeug entegegen kam, dachte ich zuerst, wir hätten uns verfahren; aber als er sein Auto abstellte und ausstieg, tat ich es ihm gleich. Tatsächlich waren wir am Aussichtspunkt "Regina Mundi" mit einem schönen Blick auf den Gardasee.

Nach diesem letzten Zwischenziel fuhren wir am Gardasee entlang wieder zurück in unser Hotel, wo wir den Abend bei einem gemütlichen Essen ausklingen ließen.

Tag 4: die Rückreise

Schon wieder nach Hause? Schaade! Ein Wetterumschwung erleichterte uns allerdings den Abschied: noch vor dem Frühstück, als einige die Autos noch nicht beladen hatten, fing es an zu schütten. Bis wir losfuhren, war der erste Regen aber schon vorbei, so konnte Jürgen seinen Platten besser in Augenschein nehmen. :-(

Die Rückfahrt sollte uns auch wieder über den Reschenpass führen. Zwar war das Stilfserjoch nun offen, aber da es immer wieder regnen sollte und wir zudem noch ein repariertes Auto abholen mussten, haben wir darauf verzichtet. Auf der Vinschgauer Straße reihten wir uns wieder in einen langen Stau ein, wobei es dieses Mal nicht zum völligen Stillstand kam. Nervig war es aber trotzdem. Dank einer netten Beifahrerin (bis zur Werkstatt) ließ sich der Stau aber ganz gut ertragen und wir hatten unseren Spaß :-)

Nach dem kurzen Zwischenstopp, um Manus Auto abzuholen, ging es weiter zur Mittagspause am Reschen. Hinterher ging es im Regen weiter, dieses Mal ohne größere Staus, bis nach Unterpinswang, wo man sich kurz verabschiedete, um dann möglichst schnell nach Hause zu kommen.

 

Irgendwie war das dieses Jahr eine seltsame Tour, geprägt von nervenzehrenden Staus und diversen anderen Dingen, die nicht so liefen wie geplant.

Ein riesengroßes Dankeschön auf jeden Fall an Julia, Manu und Jens fürs Organisieren der Tour und die Durchführung! Das Einzige, was ich anders machen würde: ich hätte schon längst das Navi von Jens im Gardasee versenkt...