16.10.: Saisonabschlusstour zur Wülzburg

Zuerst ein Mal ein kurzes Wort zur Vorgeschichte: als Jens und ich die Tour am 3. Oktober abgefahren sind, schrieb er mir morgens, das Wetter sei perfekt - nach einer halben Stunde fahrt machten wir das Dach zu, da es für den Rest des Tages vor sich hinregnete.
Nur drei Tage vor der Tour dann die Meldung von dem Café, in dem wir die Tour ausklingen lassen wollten: mangels Küche mussten die ihre Betriebsferien verlängern und konnten uns nicht bewirten. An dieser Stelle ein Dankeschön an Jens, der kurzfristig durch seine Ortskenntnisse eine Ersatz-Location ausfindig machte!

Demzufolge war die Erwartungshaltung schon etwas geschrumpft - Hauptsache trocken war meine Devise. Nun ja, als wir uns morgens trafen, konnte man durchaus von erhöhter Luftfeuchtigkeit sprechen - aber wenigstens blieb die in der Luft. Der Nebel blockierte zwar die Aussicht auf die Landschaft, aber nicht die Aussicht auf besseres Wetter ;-)

So trafen sich also am (zu) frühen Morgen 16 MX-5 mit Inhalt auf dem P&R-Parkplatz in Stadtbergen. Ossi hatte freundlicherweise ein Heißgetränk mitgebracht, das jedoch nicht den erhofften Absatz fand, wie wir während der über den Tag verteilten Pausen wiederholt hören konnten ;-D

Um kurz nach 9 Uhr ging es dann los durch den Nebel in Richtung Altmühltal. Leider fuhren wir fast permanent durch Nebel, doch genau rechtzeitig zur ersten Pause kam die Sonne heraus und niemand musste bei den Benzingesprächen im Nebel tappen. Ossi versuchte, den Rest Kinderpunsch aus seiner Thermoskanne loszuwerden, scheiterte jedoch. Nachdem alle Flüssigkeiten zu sich genommen bzw. abgegeben hatten, ging es weiter in Richtung Mittagspause, ab sofort bei schönstem Sonnenschein.

Nach einer guten weiteren Stunde Fahrt durch schöne Landschaften kamen wir an unser Ziel, die Hohenzollernfestung Wülzburg bei Weißenburg in Bayern. Etliche Besucher staunten nicht schlecht, als wir am Parkplatz vor der Festung vorbei und durch das Haupttor direkt hineinfuhren. Parken durften wir nämlich im Innenhof, wo wir alle nebeneinander stehen konnten; direkt vor dem Burgwirt, wo wir den gemütlichen Hauptgastraum komplett für uns belegten.

Abgesehen von unserer jüngsten Teilnehmerin genossen alle das Essen, das hervorragend schmeckte. Und weil es so gut war, machten sich einige danach auf, die Festung einmal zu umrunden. Wir wurden mit einem genialen Ausblick und ein paar Rätseln belohnt (Wofür sind die Nischen im Burggraben und warum schauen die Mauern so alt aus, obwohl sie erst 7 Jahre alt sind? Und wer räumt die Steinereste weg?)

Freundlicherweise erklärte Alex sich bereit, die Ausfahrt durch das Haupttor zu fotografieren; von ihm sind auch einige Bilder im Link rechts. Weiter ging es wieder Richtung Heimat über kurvige Sträßchen, kurz nachdem wir wieder auf der "richtigen" Seite der Donau waren, machten wir nochmals Pause. Ob hier Ossi seine letzten Portionen Heiß-/Lauwarmgetränk loswerden konnte? Ich weiß es nicht. Während die einen ihre Windschutzscheiben putzten, schauten die anderen gemütlich zu. Praktischerweise lag am Parkplatzrand sogar ein grünes Stück Baumwolltuch bereit, das Jens aber dankend ablehnte. 

Die Strecke von diesem Parkplatz zum Café Dehner in Rain am Lech hatte ich zum großen Teil erst wenige Tage zuvor auf Google Maps zusammengestellt, nachdem das ursprünglich geplante Café abgesagt hatte. Daher war ich selbst positiv überrascht, wie MX5-freundlich die Route war, die Kurven haben richtig viel Spaß gemacht und waren ein klasse Abschluss für die Saison. Ausserdem hatten wir uns den Kuchen danach redlich verdient und konnten ihn bei knapp 20 Grad im Freien genießen.

Ich hoffe, alle hatten ihren Spaß und bedanke mich bei allen Teilnehmern. Ich freu mich jedenfalls schon auf die nächste Tour!